diefackel.com - Der Durex ReportMeinen Auftakt zu diese Woche macht der „Durex Report 2003“, der sich intensiv mit dem Thema der (horizontalen) Liebe auseinandersetzt. Dass die Befragten aus Deutschland stammen, sollte uns hierbei nicht stören, da ich annehme, dass sich unsere Länder auch in diesen Dingen sehr ähnlich sind.
SEX – wie oft?
Ja, 1/3 der Befragten haben 3-4 mal die Woche Sex (gilt nur, wenn man dabei mindestens zu zweit ist). Insgesamt haben 77% aller Befragten mindestens 1 mal in der Woche Sex. 6% davon sogar mindestens einmal pro Tag. Genausoviele haben noch nie Sex gehabt. Wenn jeder ein bisschen was abgeben würde, dann kämen alle auf gesunde 2-3 mal die Woche.
SEX – warum?
Die meisten (34%) haben sich bereit für das erste mal gefühlt und es für richtig gehalten. Knapp darauf (33%) folgt „Ich war verliebt“, was bei Männern wohl bedeutet „Ich hatte die Chance dazu“ (25%) und bei Frauen „Mein Partner hat es von mir gewollt“ (7%). Immerhin waren 3% besoffen, und zwar sowohl Männer als auch Frauen. Was der Katholischen Kirche zu denken geben sollte: nach eigenen Angaben haben 0% in Hochzeitsnacht die Jungfräulichkeit sausen lassen.
SEX – nur für eine Nacht?
Ich bin zugegebenermassen kein Experte auf dem Gebiet der One-Night-Stands, das unterscheidet mich schon mal von genau der Hälfte der Befragten. Wobei mehr Männer (52%) als Frauen (45%) es getan haben. Wenn ich mich da jetzt nicht verrechne, müssen entweder 7% der Befragten Männer schwul sein, oder ein paar von der Frauen öfter mal zulangen....kann aber auch sein, dass ich mich verrechne. Den Grössten Anteil an One-Night-Standlern haben die betriebsweihnachtsfeiererfahrenen Älteren (ab 30 Jahre: 62%). Auf Schikursen und Maturabällen scheint das Phänomen nicht so oft vorzukommen: 16–20 Jahre: 36%.
SEX – ab wann?
Wie lange soll man bis zum ersten Sex mit einer neuen Flamme warten? Wenn ich da jetzt meinen anonym-bleiben-wollenden Studienkollegen Phillip zitieren darf: „3 Tage....3 Tage red ich mit ihr und dann fick ich.“
Da denken die Befragten aber anders. 28% der Männer reden nicht einmal 3 Tage lang, sondern ficken gleich in der ersten Nacht. Frauen stehen nur zu 10% auf den schnellen Stoss und lassen sich zum Grossteil ca 1 Monat Zeit (31% Frauen, 28% Männer). Immerhin 2% halten es 1 Jahr aus und tapfere 1% warten bis sie verheiratet sind, bzw. zusammenleben.
SEX – womit?
Nein, nicht was ihr denkt, hier hat nicht Beate Uhse die Umfrage durchgeführt, sondern Durex, also wird gefragt, wie verhütet wird. Und weil Durex die Befragung durchgeführt hat, ist die Lieblingsverhütungsmethode auch das Kondom (48%). Wobei mehr Männer (53%) als Frauen (38%) diese Methode bevorzugen. Frauen (53%) stehen auf die Pille, die insgesamt von (45%) der Befragten verwendet wird. Immerhin 1% greifen auf den schon bei Oma beliebten Coitus interruptus zurück. Gott gebs, dass sich die nicht allzu stark vermehren. Diaphragma, Pille danach und Injektion sind übrigens megaout. Alle mit mehr oder weniger 0%.
SEX – ohne?
Immerhin 23% aller Befragten würde auch Sex mit einem Partner haben, wenn dieser Kondome prinzipiell ablehnt. Bei 16-17 jährigen Burschen sind es 33%, die es gar nicht erwarten können ihren Lümmel in den Tümpel zu versenken...bis zum ersten Tripper auf der Maturareise.
SEX – erträumt?
Kreative 56% würden gern mit einem Star ficken, wobei ich echt nicht verstehe, warum. Glauben denn alle, dass Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit gespreizten Beinen auf der Castingcouch verbringen deswegen besser in der Kiste sind?
Den Rest kennt man aus Pornofilmen: Sex mit dem Chef (5%), Sex mit dem Partner der besten Freundin/des besten Freundes (32%), Sex mit gleichgeschlechtlichem Partner (18%). Interessant ist noch, dass zwar nur 3% der Frauen, aber immerhin 15% der Männer von Sex mit Prostituierten träumen. Die 15% sind vermutlich die, die es sich nicht leisten können....bruahahaha.
SEX – öffentlich?
Wenn man der Statistik glauben kann, dann lauft man eigentlih ständig an einem kopulierenden Pärchen vorbei. 27% haben schon mal am Strand gevögelt, 23% im Park, 6% in einer Bar, 4% im Fahrstuhl 3% im Kaufhaus und 2% in einem öffentlichen Amt, wobei ich mir den Witz über die „Sex mit dem Chef“-Phantasie jetzt spare.
SEX – wie?
Favorit ist – die Reiterstellung (38%)danach kommt lange nichts und dann die Missionarsstellung (21%), die besonders bei Frauen (35%) ankommt. Hündchenstellung oder – um den würdevolleren Anglizismus zu verwenden – Doggy-Style liegt mit 20% auf Platz 3. Immerhin 2% stehen auf Sandwich, für das man zu dritt sein muss. Wobei man sich hier berechtigterweise fragen darf, ob die 5% der unter 16 jährigen die die Sandwichstellung als ihre Liebste angegeben haben, diese auch schon einmal praktiziert oder lediglich in feuchten Träumen phantasiert haben.
SEX – warum nicht?
Ja liebe Leser, wann lasst dich deine Alte (für Mädels: dein Alter) nicht ran? Wenn du aus dem Mund stinkst (nach dem Saufen also: 79%), wenn du unter den Achseln stinkst (auch nach dem Saufen: 67%), wenn die Atmosphäre nicht stimmt (???) wollen 53% nicht in die Kiste (bezeichnenderweise 61% der Frauen und 50% der Männer). Wenn Eltern oder die Familie im Nachbarzimmer mitlauschen können, dann ist bei 48% aller Befragten tote Hose. Leider gehören meine Nachbarn zu den 52% denen das egal zu sein scheint. Danach kommt die Körperbehaarung, die bei 40% das Zumpfi schrumpfen lässt. Falsch Unterwäsche wird von 30% mit Sexbann belegt, ein untrainierter Körper von 17% und Unordnung im Allgemeinen von 12%. Hier fällt auf, dass Männer eher auf die inneren Werte achten (sie führen bei Körperbehaarung und untrainiertem Körper), während Frauen doch etwas oberflächlicher sind und in allen anderen Kategorien vorne liegen.
SEX – und was hab ich davon?
Das Vorspiel, für viele mit den Worten „ich putz mir noch schnell die Zähne“ scheinbar hinter sich gebracht, doch ein wichtiges Thema. Bei 2% gibt es das Vorspiel schlicht und einfach nicht. 13% bringen es hinter sich, um endlich zur Sache zu kommen, bei ihnen dauert das Vorspiel kürzer als der Akt selbst, die Frage wie lange der Akt selbst dauert, wurde leider nirgends gestellt, daher gibt es auch keine angaben über die Dauer des Vorspiels. 31% pflegen einen ausgewogenen Mix aus Fummeln und Ficken. Und schliesslich bei 54% der Befragten dauert das Vorspiel länger als der Akt an sich. Was aber – bei einem angenommenen Durschnittsgeschlechtsverkehr von 5 Minuten – auch nichts heisst.
SEX – und danach?
Was tun die meisten nach dem Sex? Richtig: Kuscheln! Immerhin 81% der Befragten, und zwar Männer wie Frauen. Danach, der Klassiker: Rauchen (7%) knapp gefolgt von Schlafen (6%), Duschen (5%) und Essen (1% -> 2% Männer 0% Frauen).
SEX – mit wem?
Wenn mich die aufgelisteten Stars nicht gerade anöden, dann ärgern sie mich, drum gibts jeweils nur die Top 3 aufgezählt:
Anna Kournikova (21% Männer)
Jennifer Lopez (20% Männer)
Kylie Minogue (19% Männer)
Brat Pitt (36% Frauen)
Robbie Williams (18% Frauen)
Will Smith / Enrique Iglesias (13% Frauen)
So schauts aus, wenn man Sex in Zahlen ausdrückt, und morgen folgt ein Artikel, wies ausschaut, wenn man Sex in Musik ausdrückt.
P.S. Tut mir leid, dass ich zu faul war passende Bilder rauszusuchen, aber die Zeitumstellung...
P.P.S. Für alle dies bis hier her geschafft haben gibts noch einen Party-Tipp. Den neuesten Durex-Report runterladen, und die Leute raten lassen, wer am nähesten hinkommt muss trinken.