diefackel.com - TomkrusDer kleinste Scientologe der Welt versucht gute Filme zu machen.
Allein es gelingt ihm nicht.
Aber kann er nicht oder will er nicht?
Die Antworten und Gründe für Toms Problem - schlichtweg die Wahrheit in einfachen Worten - gibt es exclusiv und kostenlos auf diefackel.com.
Gestern, bei Last Samurai, bin ich kurz ins Grübeln gekommen. Der letzte gute Film mit Tom Cruise, den ich gesehen habe, war ... der letzte gute Film mit Tom Cruise war ... Teufel eins ... ich erinnere mich dunkel ... und der war TROTZ Tom Cruise gut.
Die Computerrecherchen haben meine Befürchtungen bestätigt. Es gibt keine guten Filme mit Tom Cruise, ganz objektiv gesehen, und Rain Man ist tatsächlich so gut, dass ihn nicht einmal Tom Cruise ruinieren konnte.
Aber woran liegt das? Kann er nicht oder will er nicht? Und wieso?
Wie immer gibt es in unserer heilen Welt eine ganz einfache Erklärung dafür. Daher im Folgenden die drei Gründe, warum Tom Cruise ein Idiot ist:
1. Schauspieler?
Ich persönlich ordne Tom Cruise zusammen mit Ben Affleck, Brad Pitt, Jennifer Aniston, Renee
Zellweger, Julia Roberts und ein paar anderen in eine Gruppe sogenannter „Schauspieler“ ein, die Hollywood in letzter Zeit bevölkern ohne mit dem Schauspielern wirklich etwas zu tun haben. Nennen wir sie einmal „Poser“ oder „Kleiderständer“.
Diese Personen sind keine wirklichen Schauspieler, weil ihnen einerseits Talent und andererseits der Mut zur Hässlichkeit fehlt. Anstatt in verschiedene Rollen zu schlüpfen und verschiedene Charaktere darzustellen, haben sie nur um ihren Markennamen ein riesiges Ego aufgebaut und sind als Person zu einer Image-Trademark verkommen, die auf der Titelleiste im Kino möglichst viel Publikum anziehen und möglichst hohe Einspielergebnisse erzielen soll.
Brad Pitt ist immer Brad Pitt, egal ob als Wahnsinniger oder als Zigeuner. In erster Linie dient seine Leinwandpräsenz in jedem Fall der Wertsteigerung der Marke Brad Pitt.
Aus gleichem Grund versagt auch Tom Cruise als Schauspieler ständig. Egal ob als Samurai oder karrieregeiler Anwalt oder Kampfpilot. Der kleine Mann macht immer das gleiche Gesicht und versagt in jeder Zeitepoche beim Versuch Gefühle darzustellen. Er ist und bleibt eben immer „Tom Cruise in der Rolle...“.
2. Oscardruck
Wenn jemand lernen will, was es bedeutet „jemanden an die Wand zu spielen“, dann kann er sich gerne Rain Man anschauen. Der aufstrebende Jungactor Tom Cruise wird vom wirklichen Schauspieler Dustin Hoffman auf der Leinwand zerlegt. Und das nicht mal absichtlich. Nun der gute Herr Hoffman hat – nicht ganz zu unrecht – nicht nur 7 Oscarnominierungen (nehmen wir das einmal als Gütekriterium), sondern auch zweimal gewonnen (das zweite mal eben für Rain Man).
Seitdem will der kleine Tommy auch einen Oscar haben. Und es ist Hollywood zugute zu halten, dass er bis heute keinen hat. Zuletzt hat er sich 1999 für die beste Nebenrolle in Magnolia berechtigte Hoffnungen gemacht, aber zum Glück auch umsonst. Und bevor er eines Tages einen Ehrenoscar fürs Lebenswerk entgegennehmen muss, wird er seine Rollen auch weiterhin danach aussuchen, wie gut die Oscarchancen für ihn stehen. Und er wird sie weiterhin mit so viel Schmalz füllen, dass uns das Kotzen kommt.
3. übertriebener Ehrgeiz
Hängt mit Punkt 2 eng zusammen und ist mir eben gestern sauer aufgestoßen. Wie jeder neureiche Emporkömmling kann sich Herr Cruise eben nicht damit zufrieden geben gute Arbeit zu machen, nein, er muss die beste machen. Sein Schloss muss noch größer sein als alle anderen und noch perfekter, etc. etc. Damit jeder sieht wie „hart“ er arbeitet.
Folgerichtig kann sich der Zwerg auch nicht damit begnügen einfach einen Amerikaner zu spielen, der bei den Samurais lebt und sich davon beeindrucken lässt, nein er muss in 2 ½ Stunden zum absolut perfekten Überjapaner mutieren.
Phänomen Nummer 3 hat übrigens auch „Mission: Impossible“ruiniert, wo Herr Cruise seine Gichtfinger auch als Produzent und Drehbuchautor im Spiel haben musste. Wir alle erinnern uns an die Schlussszene mit Hubschrauber und Ärmelkanaltunnel und sagen: Danke Tommy, du Idiot.
Fazit: Aufgrund eines psychosozialen Defekts wird es vermutlich nie einen guten Tom-Cruise-Film geben. Trotzdem werden wir sie uns alle anschauen. Ein Teufelskreis.